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Der Porsche Vision Gran Turismo: Die Zukunft von Porsche, schon 2022 in Gran Turismo 7







Klassische Porsche-Konturen treffen auf ein aggressives Cockpit, das an einen Kampfjet erinnert und in ein Heck mit einem LED-Leuchtband reinrollt, welches auch gleich als Spoiler dient. Und statt klassischer LED-Amaturen bekommen wir ein Holo-Display. Willkommen im Porsche Vision Gran Turismo für Gran Turismo 7.

Super sportliche Linien, extrem tief gesetzte Fronthaube, stark ausgeprägte Kotflügel und Vierpunkt-LED-Matrix-Scheinwerfer, die Zukunft rufen. Der

Porsche Vision Gran Turismo

ist sicherlich eine der realistischsten Vision Gran Turismos, die es je gab. Von der Designsprache sehr nah dran am Porsche Taycan meets 918 Spyder – die integrierten Lufteinlässe, die auf die reine Elektronatur hinweisen des Taycan, das aggressiv abfallende Heck des 918 Spyder. Aber einiges ist dann doch noch ein bisschen mehr Zukunft: Das Greenhouse erinnert fast schon an einen Le-Mans-Rennwagen, welches sich über das Cockpit eines Kampfpfjets rollt und in ein Heck mit besonders schmal gestaltetem Leuchtband übergeht – das kennen und lieben wir vom 911er. Inklusive schneeweißem LED-Porsche-Schriftzug. Das Lichtband dient übrigens, Achtung, jetzt wird es doch ein bisschen abgespacter, als ausfahrbarer Spoiler. Interessante Idee! Der Porsche Vision GT ist auch ein enorm flacher Sportwagen, der sich fragt, wo die Reise hingeht für diese Klasse und der voll auf Aerodynamik getrimmt ist. Und der richtig Power hat: Spitzengeschwindigkeit 350 km/h, von auf 0 auf 200 in 5,4 Sekunden in Gran Turismo 7. Also schon nochmal deutlich schneller als sein reales Brüderchen – der echte Taycan Turbo S braucht knapp 9 Sekunden.

Gran Turismo 7

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Rennspiel mit 420 Autos und 90 Strecken

Wow. Also, der macht richtig Spaß vom Heck aus – klassische Porsche-DNA trifft auf ein paar Details, die man vom 918 Spyder kennt und vielen neuen Ideen, die sicherlich in die Design-DNA der Zuffenhausener für die Zukunft eingehen wird.

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Wow. Also, der macht richtig Spaß vom Heck aus – klassische Porsche-DNA trifft auf ein paar Details, die man vom 918 Spyder kennt und vielen neuen Ideen, die sicherlich in die Design-DNA der Zuffenhausener für die Zukunft eingehen wird.

© Porsche

Wie gesagt: Der Porsche Vision Gran Turismo ist eines der wenigen Vision-Modelle, die wir in den letzten Jahren in Gran Turismo gesehen haben, die wir so sicherlich in Zukunft auch in der Realität erleben werden, denn all das könnte Porsche durchaus bauen. Vielleicht weniger als massentaugliches Straßenauto, aber als exklusiver Supersportler in kleineren Stückzahlen? Wer weiß. Futuristisch ist das Teardrop-Gehäuse, ein Cockpit wie beim Kampfjet. Da muss man sich quasi reinfallen lassen, das dürfte dem klassischen Porsche-Fahrer vielleicht weniger gefallen und eher nicht für den Alltag gedacht sein. Sieht aber fantastisch aus in Gran Turismo 7. Wobei, sag niemals nie – James Bonds Hausmarke Aston Martin hat den Valkyrie als Supersportler auch in sehr kleinen Stückzahlen auf die Straße gebracht mit einem ähnlichen Teardrop-Cockpit, welches sich auch wie beim Porsche Vision nach oben öffnet. Man sitzt dort ebenfalls in einer Karbon-Schale in einem Karbon-Monocoque wie im Supersportler-Segment üblich. Das Cockpit ist beim Porsche Vision durch seine elegant verlaufende Form noch eine Stufe edler: Der Valkyrie ist eher als kompromissloses Geschoss designt, der Vision GT möchte schon auch richtig schick sein. Eben ein richtiger Porsche.

Viel Schönes für Gran Turismo 7, das es so vorerst wohl nicht in die echte Welt schaffen wird. Solche super edlen Teardrop-Cockpits, die sich nach oben öffnen lassen, sehen wir öfter auf Messen.

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Viel Schönes für Gran Turismo 7, das es so vorerst wohl nicht in die echte Welt schaffen wird. Solche super edlen Teardrop-Cockpits, die sich nach oben öffnen lassen, sehen wir öfter auf Messen.

© Porsche

„Ich glaube, als Designer muss man viel visuell kommunizieren. Ich bezeichne das Zeichnen gerne als meine Muttersprache, seit ich zehn war, zeichne ich Autos“, erzählt Porsche-Designer Salar Vakili im Rahmen der Weltpremiere. Für ihn ist es wichtig, dass wir auch in der Zukunft bei allen wichtigen Themen wie Nachhaltigkeit nicht den Fahrspaß und die Emotionen vergessen, die ein Auto ausmachen: „Ich glaube wir werden sehr aerodynamische Autos erleben, die sparsam fahren und enorm intelligent sind. Aber das bedeutet nicht, dass emotionale Faktoren wie die Sportlichkeit beim Fahrgefühl oder dynamisches Design nicht implementiert werden kann.“ Skurriler Weise zeigen die Großen der Autobranche in letzter Zeit eher kastenförmige SUVs, die gefühlt viel weniger elegant sind als ihre Vorgängermodelle, um das Elektro-Zeitalter einzuläuten. Etwa wenn wir an den BMW Concept XM denken, der ja fast schon böse guckt und ein furchteinflößender Panzer auf vier. Rädern ist. Eleganz ist Porsche wichtig, das zeigt auch ihr Vision-Konzept. Und die zeigt sich auch im Interieur.

Veganes Interieur trifft High-Hologramm-Projektionen

Was hier noch mit einer klassischen LED-Anzeige künstlerisch auf – wir vermuten – Plexiglas gelöst ist, wird im Spiel ein futuristisches Hologram-Display. Davon dürften wir auf der CES in Las Vegas mehr sehen, ob auch für Autos muss die Zukunft zeigen.

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Was hier noch mit einer klassischen LED-Anzeige künstlerisch auf – wir vermuten – Plexiglas gelöst ist, wird im Spiel ein futuristisches Hologram-Display. Davon dürften wir auf der CES in Las Vegas mehr sehen, ob auch für Autos muss die Zukunft zeigen.

© Porsche

Das Interieur ist sehr klassisch Porsche, gerade mit dem Alcantara-Lenkrad und den ikonischen Wippen. Etwas futuristischer ist da schon das gecurvte Hologram-Display, was quasi alle Tempo-Werte bläulich unterstrichen in die Luft projiziert. Holo-Displays sind der Favorit aller Designer von Konzeptautos, auf die Straße hat es bisher noch keines geschafft – erleben können wir es aber direkt in Gran Turismo 7, denn der Porsche Vision Gran Turismo ist laut Porsches Global Vice President Marketing Robert Ader exklusiv für Gran Turismo designt worden, Aber uns würde es nicht wundern, wenn man daraus nicht auch das ein oder andere Learning zieht, gerade wenn das Auto gut ankommt. Auch im Interieur fällt auf: Das ist deutlich weniger „abgespact“ als bei anderen Vision Gran Turismos, es gibt etwa realistische Wippen, Knöpfe und Touch-Einheiten. Wird generell interessant zu sehen sein, ob wir nochmal ein komplett anderes Steuerungskonzept in unseren Autos erleben werden oder direkt auf vollautomatisches Fahren umstellen in den nächsten Jahren. Der Vision Gran Turismo ist jedenfalls für Rennfahrer gemacht, für Gran Turismo 7. Wir sitzen also sehr tief, das Monocoque ist quasi um uns gebaut. Das sieht schon alles sehr viel sportlicher und enger aus als bei einem echten Porsche, die ja vor allem auch für Komfort stehen.

Einen reinrassigen Supersportler in der Klasse, wo ein McLaren oder Bugatti spielen, hat Porsche noch nicht. Wir sind gespannt, ob man vom Vision-Projekt beflügelt in die Richtung mal nachdenkt.

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Einen reinrassigen Supersportler in der Klasse, wo ein McLaren oder Bugatti spielen, hat Porsche noch nicht. Wir sind gespannt, ob man vom Vision-Projekt beflügelt in die Richtung mal nachdenkt.

© Porsche

„Unser Ziel war es, ein Sportauto zu entwickeln, das zugleich visionär als auch glaubhaft ist. Etwas, das wir in der Zukunft sehen könnten“, erklärt Markus Auerbach, Leiter Interieurdesign bei Porsche im Rahmen der Weltpremiere. In der Tat könnte Porsche das alles so bauen, mal abgesehen vielleicht vom Hologram-Display. Es gibt zwar von LG zum Beispiel starke Projektoren mittlerweile, aber diese sind eher stationär zu verwenden. Ob die beim Autofahren und Sonnenlicht optimal ablesbar wären, man weiß es nicht, hat eben noch keiner so richtig erprobt. „Wir haben uns lange mit dem passenden Materialkonzept bestehend aus Carbon und Titan beschäftigt. Ziel war es, das Gewicht bei gleichzeitiger Leistungssteigerung zu reduzieren“, erörtert der Porsche-Designer. „Außerdem spielen bei zukunftsweisenden Projekten auch nachhaltige Aspekte eine Rolle. Im Konzeptfahrzeug wurden beispielsweise nur rein vegane Materialien verbaut.“ Das war auch ein Trend auf der IAA in München dieses Jahr – Tierleder ist out, vegane Materialien werden klar bevorzugt. Und da diese sich so gut anfühlen mittlerweile wie das Original, ist das nur zu begrüßen.

Aston Martin Valkyrie:

Gran Turismo-Auto wird Wirklichkeit

Porsche-Designer Markus Auerbach: „Für uns ist Gran Turismo 7 ein traumhafter Spielplatz für Experimente und Visionen“

Gerade am Heck ist der Vision schon ein extremes Auto, was von der Design-DNA fast schon Richtung Le-Mans geht. Im Spiel soll er 350 km/h Spitze machen.

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Gerade am Heck ist der Vision schon ein extremes Auto, was von der Design-DNA fast schon Richtung Le-Mans geht. Im Spiel soll er 350 km/h Spitze machen.

© Porsche

„Wir wollten auf der einen Seite ein Fahrzeug, das jeder Gamer ernst nehmen kann und in dem er sich wohl fühlt. Das sich nach Zukunft anfühlt, aber auch wie ein Porsche“, erklärt Porsches Chefdesigner. „Wir haben uns beim Vision GT konstant gefragt: Wo geht eigentlich der Sportwagen der Zukunft hin?“ Solche Studien sind ja immer spannend für Autokonzerne, gerade so große Firmen wie Porsche, die beim Entwickeln eines neuen Modells für die Straße natürlich viel mehr Regularien unterworfen sind. Vermutlich würde es so ein nach oben öffnendes spiegelndes Teardrop-Cockpit gar nicht durch die Sicherheitsprüfungen und Crashtests eines echten Autos schaffen. Wir sehen diese nämlich sehr häufig in Messe-Konzeptstudien oder auch Autos für Gran Turismo, auf die Straße hat es aber noch keines geschafft, obwohl es sehr, sehr cool aussieht. „Für uns ist Gran Turismo ein traumhafter Spielplatz“, sagt Auerbach, der Chefdesigner von Porsche.

In Gran Turismo 7 soll der Vision von 0 auf 200 in 5,4 Sekunden katapultieren. Sein reales Brüderchen, der Taycan Sport S, der auch eine Rakete ist, braucht dafür gut neun Sekunden.

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In Gran Turismo 7 soll der Vision von 0 auf 200 in 5,4 Sekunden katapultieren. Sein reales Brüderchen, der Taycan Sport S, der auch eine Rakete ist, braucht dafür gut neun Sekunden.

© Porsche

Spannend: Polyphony Digital plant, den neuen DualSense-Controller der PlayStation 5 auch zu nutzen, um das Porsche-Gefühl in unsere Hände zu bringen. Jedes Auto soll sich ja anders anfühlen, was das haptische Feedback angeht und das Gefühl vermitteln das echte Auto zu fahren. Eine schnelle und direkte Rückmeldung wie bei einem echten Rennwagen, was wirklich interessant klingt.

„Wir haben im Grunde die klassischen Porsche-Volumen mit modernster Technik so straff wie möglich gestaltet und ganz radikal Aerothemen weggeschnitten. Quasi die ideale Vorstellung von einem Sportwagen. Für uns ist Gran Turismo mehr als nur ein Spiel und der Vision GT mehr als nur eine Fantasie. Ein realistischer Blick in die Zukunft, der uns definitiv helfen wird in den nächsten Jahren.“

– Markus Auerbach, Porsche

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