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Portfreigaben einrichten bei Fritzbox & Speedport & Co.







Wir zeigen am Beispiel beliebter Router-Modelle wie der Fritzbox, wie Sie Portfreigaben richtig einrichten.

Wie Sie eine Portweiterleitung einrichten, hängt vom zu erreichenden Gerät beziehungsweise Dienst ab und vom Router, in dem Sie die Ports freigeben. Die notwendigen Voraussetzungen sind aber immer gleich.

Deshalb können Sie sich an unserer Anleitung orientieren, bei der wir den Zugriff auf ein NAS über eine Portweiterleitung in einer Fritzbox zeigen. Wichtig: Beim ersten Einrichten einer Portfreigabe sollten Sie sich im lokalen Netz befinden, aus dem Sie Router und Freigabe-Gerät mit einer privaten IP-Adresse erreichen können. Außerdem muss im Fritzbox-Menü die erweiterte Ansicht aktiviert sein.

Schritt 1: Alle Geräte müssen erreichbar sein

Damit Sie das NAS aus dem Internet erreichen können, muss es angeschaltet und ständig mit dem Router verbunden sein. Die Verbindung zum Router kann dabei über LAN, WLAN oder Powerline erfolgen, wobei der Anschluss per LAN-Kabel die höchste Ausfallsicherheit bietet. Ein NAS oder eine IP-Kamera laufen üblicherweise ständig. Bei einem PC, der zum Beispiel als FTP-Server dient, müssen Sie dagegen entsprechende Einstellungen tätigen, damit der Rechner immer erreichbar ist.

Gleiches gilt für Programme oder Dienste, auf die Sie über das Heimnetzgerät zugreifen wollen: Starten Sie sie deshalb – zum Beispiel ein FTP-Server-Programm, wenn Sie sich damit Dateien aus dem Heimnetz holen wollen. Wenn auf dem Rechner eine lokale Firewall läuft – etwa der Windows Defender –, müssen Sie dort außerdem den Zugriff auf das Programm erlauben.

Prüfen Sie anschließend, welchen Port dieser Dienst verwendet: Oft ist es der Standardport für diese Anwendung, etwa Port 21 für FTP. Eventuell ist aber im Gerät ab Werk ein bestimmter Port eingestellt – zum Beispiel bei einem NAS für den Zugriff auf die Benutzeroberfläche.

Im Router wählen Sie das Heimnetzgerät aus, für das Sie eine Portfreigabe einrichten wollen. Es sollte dafür am besten ständig erreichbar sein.

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Im Router wählen Sie das Heimnetzgerät aus, für das Sie eine Portfreigabe einrichten wollen. Es sollte dafür am besten ständig erreichbar sein.

Schritt 2: Benötigte Ports recherchieren

Bei einem Synology-NAS etwa erreichen Sie das Menü per HTTPS über den Port 5001. Ein Blick ins Handbuch hilft weiter. Außerdem verlangen einige Dienste auch die Freigabe mehrerer Ports oder Portbereiche. Sie können aber im Programm oder im Gerät selbst eine Portnummer festlegen, auf die es auf Anfragen lauschen soll. Wichtig ist, dass Sie die Portnummern parat haben, wenn Sie im Router darauf weiterleiten wollen.

Schritt 3: Dyn-DNS-Dienst einrichten

Nun benötigen Sie die öffentliche IP-Adresse des Routers beziehungsweise einen DynDNS-Dienst: Er stellt sicher, dass sich der Router und damit die Portweiterleitung zuverlässig mit einer feststehenden Webadresse erreichen lässt. Zwar können Sie für einen ersten Test der Portweiterleitung auch die öffentliche IP-Adresse des Routers nutzen: Sie finden sie zum Beispiel in einer Fritzbox unter „Internet –› Online-Monitor“ in der Zeile „Internet“. Diese Adresse kann sich aber regelmäßig ändern, zum Beispiel nach einem Neustart des Routers. Damit die Portfreigabe dauerhaft erreichbar ist, setzen Sie einen Dyns-DNS-Dienst ein: Viele Router-Hersteller haben dafür ein eigenes Gratisangebot. Bei einer Fritzbox ist es MyFritz, wofür Sie sich im Routermenü unter „Internet –› MyFRITZ!-Konto“ anmelden. Sie können auch einen anderen Dienst nutzen, zum Beispiel

www.noip.com
. Die Zugangsdaten dafür hinterlegen Sie im Menü des Routers, in einer Fritzbox unter „Internet –› Freigaben –› DynDNS“.

Danach kümmern Sie sich um die Portweiterleitung: Bei der Fritzbox erledigen Sie das unter „Internet –› Freigaben“. Klicken Sie auf „Gerät für Freigaben hinzufügen“. Im nächsten Fenster wählen Sie oben aus dem Drop-down-Menü das Gerät aus, das das Ziel der Portweiterleitung sein soll – in unserem Beispiel das NAS-System. Die Fritzbox zeigt automatisch seine IP- und MAC-Adresse an. Allerdings sehen Sie nur Geräte in dieser Liste, die ihre interne IP-Adresse per DHCP von der Fritzbox bekommen. Haben Sie ihm manuell bereits eine feste IP-Adresse zugewiesen, scrollen Sie in der Liste ganz nach unten und wählen „IP-Adresse manuell eingeben“.

Eine feste IP-Adresse erleichtert übrigens nicht nur das Einrichten der Portweiterleitung, sondern auch den lokalen Zugriff auf ein Heimnetzgerät: Sorgen Sie deshalb am besten dafür, dass Sie dieses Gerät immer unter der gleichen IP-Adresse erreichen können: In einer Fritzbox rufen Sie dazu seine Detaileinstellungen auf, zum Beispiel über das Bearbeiten-Symbol unter „Heimnetz –› Netzwerk –› Netzwerkverbindungen“. Dort markieren Sie die Option „Diesem Netzwerkgerät immer die gleiche IPv4-Adresse zuweisen“.

Wenn Sie im Routermenü der Fritzbox eine Portweiterleitung als Myfritz-Freigabe einrichten, können Sie die Freigabe über myfritz.net direkt per Link aufrufen.

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Wenn Sie im Routermenü der Fritzbox eine Portweiterleitung als Myfritz-Freigabe einrichten, können Sie die Freigabe über myfritz.net direkt per Link aufrufen.

Schritt 4: Portfreigaben im Router eintragen

Haben Sie für die Freigabe Ihre Auswahl bei „Gerät“ getroffen, klicken Sie rechts unten auf „Neue Freigabe“. Bei einer Fritzbox öffnet sich nun ein Fenster, in dem Sie zwischen einer Myfritz-Freigabe und einer Portfreigabe wählen können. Eine Myfritz-Freigabe eignet sich für die üblichen Anwendungen, die Sie über eine Portfreigabe erreichen wollen, zum Beispiel die Weboberfläche eines NAS-Systems oder einen FTP-Server im Heimnetz. Außerdem vereinfachen Sie sich damit den Zugriff, denn unter myfritz.net erscheint die Weiterleitung anschließend als direkter Link. Mit der Alternative „Port-Freigabe“ decken Sie die erwähnten Anwendungen und außerdem alle anderen ab, die eine Portfreigabe benötigen.

Wählen Sie nun ganz oben aus dem Drop-down-Menü „Andere Anwendung“. Damit Sie sofort wissen, welche Portweiterleitung Sie eingerichtet haben, geben Sie in der nächsten Zeile eine eindeutige Bezeichnung ein, zum Beispiel „NAS-System“. Bei einer Myfritz-Freigabe wählen Sie nun das Schema, das die Webadresse für den Zugriff hat – im Fall der NAS-Oberfläche zum Beispiel https://. Bei der Portfreigabe müssen Sie zudem das Verbindungsprotokoll spezifizieren, meist TCP oder UDP.

Wie andere Router bietet auch die Fritzbox voreingestellte Profile für die wichtigsten Dienste an, die über eine Portfreigabe angesprochen werden – zum Beispiel FTP- oder HTTPS-Server.

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Wie andere Router bietet auch die Fritzbox voreingestellte Profile für die wichtigsten Dienste an, die über eine Portfreigabe angesprochen werden – zum Beispiel FTP- oder HTTPS-Server.

Tragen Sie nun unter „Port an Gerät“ die Nummer des Ports ein, an dem der Dienst auf dem Heimnetzgerät läuft. Geben Sie einfach in jedem Menü, das eine Portnummer verlangt, dieselbe ein, auch wenn die Fritzbox bei der „Portfreigabe“ unterscheidet zwischen dem Port am lokalen Gerät und dem externen Port, auf dem der Router auf die Daten wartet. Klicken Sie nun auf „OK“ und danach auf „OK“ im Fritzbox-Menü. Sie sehen nun die eingerichtete Portfreigabe in der Fritzbox unter „Internet –› Freigaben –› Portfreigaben“ – die Statusfarbe unter „Freigaben“ sollte grün sein – falls nicht, klicken Sie rechts auf „Aktualisieren“.

Normalerweise können Sie dieselbe Nummer eintragen für den internen Port des Heimnetzgerätes und den externen Port, auf dem der Router auf eingehende Daten von außen wartet.

Durch das grüne Symbol zeigt die Fritzbox, dass die Portfreigabe korrekt eingerichtet ist. Manchmal wechselt die Farbe erst nach einem Klick auf die Schaltfläche „Aktualisieren“ (rechts im Fenster).

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Durch das grüne Symbol zeigt die Fritzbox, dass die Portfreigabe korrekt eingerichtet ist. Manchmal wechselt die Farbe erst nach einem Klick auf die Schaltfläche „Aktualisieren“ (rechts im Fenster).

Schritt 5: Portfreigabe testen

Jetzt kommt die Zeit für einen Test. Den Zugriff auf die Portfreigabe müssen Sie von einem Gerät ausführen, das sich nicht im Heimnetz befindet – zum Beispiel über mobile Daten von einem Smartphone. Um nun in unserem Beispiel die Benutzeroberfläche Ihres NAS zu erreichen, geben Sie die IP-Adresse beziehungsweise die feststehende Webadresse des Routers im Browser ein, gefolgt von einem Doppelpunkt und der Portnummer, die Sie dafür im Router eingetragen haben. Lautet also die Webadresse des Routers

https://12345abcde.myfritz.net

und die NAS-Oberfläche ist über Port 8001 erreichbar, finden Sie das NAS über das Internet mit der Eingabe dieser Adresse:

https://12345abcde.myfritz.net:8001

.

Normalerweise können Sie dieselbe Nummer eintragen für den internen Port des Heimnetzgerätes und den externe Port, auf dem der Router auf Daten von außen wartet.

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Normalerweise können Sie dieselbe Nummer eintragen für den internen Port des Heimnetzgerätes und den externe Port, auf dem der Router auf Daten von außen wartet.

Portfreigaben: So geht’s bei Speedport & Co.

Bei den Speedport-Routern der Telekom erstellen Sie die Portfreigabe unter „Internet –› Portfreischaltung“ – das Menü sehen Sie aber nur, wenn Sie zuvor auf der rechten Seite die Ansicht in den „Expertenmodus“ geschaltet haben. Im oberen Bereich richten Sie eine neue Umleitung oder Weiterleitung ein, indem Sie ihr einen Namen geben und das betreffende Gerät im Heimnetz auswählen. Bei

„Vorlage verwenden“ finden Sie Standardeinstellungen für bestimmte Dienste, etwa Webserver oder FTP-Server. Andernfalls geben Sie neben dem zutreffenden Übertragungsprotokoll TCP oder UDP den externen Port, auf dem der Router lauscht, unter „Öffentlich“ und den lokalen Port des Heimnetzgerätes unter „Lokal“ ein.

Bei anderen Routern, zum Beispiel von Asus oder TP-Link, finden Sie die Einstellungen zur Portfreigabe meist in einem Menü, das „Virtual Server“ oder ähnlich heißt. Auch hier können Sie für häufig genutzte Anwendungen aus Vorlagen auswählen. Je nach Router bietet Ihnen das Menü keine Liste der Heimnetzgeräte an, die für eine Portfreigabe in Frage kommen. Stattdessen müssen Sie die lokale IP-Adresse dieses Gerätes angeben.

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