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Screenshot unter Windows erstellen: So geht‘s







Screenshots unter Windows: Mit Druck-Taste, Bordmitteln, Extra-Tools, Kamera – alle Möglichkeiten, um Screenshots unter Windows 7, 8.1, 10 und 11 zu erstellen. Plus: Screenshots anfertigen mit Linux, macOS, iPhone, iPad, Android und im Browser.

So erstellen Sie Screenshots auf dem Computer unter Windows: Ganz einfach mit der Druck-Taste, mit Windows-Bordmitteln, mit Tools oder der Kamera. Plus: Screenshots anfertigen auf PCs mit Linux oder macOS. Und Screenshots auf dem iPhone, iPad oder Android-Smartphone. 

Die verschiedenen Möglichkeiten, um einen Screenshot zu erstellen:

1. Drucktaste: Der einfachste Weg

Drücken Sie bei einem Windows-Rechner oder Windows-Notebook auf die „Druck“-Taste (Hinweis: Auf Notebooks müssen Sie unter Umständen die “Fn”-Taste zusammen mit einer anderen Taste drücken – lesen Sie hierzu die Bedienungsanleitung des Laptops). Jetzt befindet sich ein Screenshot des gesamten Bildschirminhalts in der Zwischenablage von Windows.

Screenshot mit dem einfachen Windows Paint bearbeiten

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Screenshot mit dem einfachen Windows Paint bearbeiten

Öffnen Sie nun eine Bildbearbeitung wie Paint oder – besser –

paint.net.
Drücken Sie dann STRG+V, um den Screenshot in die Bildbearbeitungsanwendung einzufügen. Gegebenenfalls müssen Sie in paint.net noch bestätigen, dass paint.net die „Leinwand vergrößern“ soll. Dann befindet sich der Screenshot in der Bildbearbeitung und kann dort bearbeitet und abgespeichert werden. Das war’s auch schon, einfacher geht es nicht.

Screenshot mit Paint.net bearbeiten. In diesem Fall muss erst einmal die Leinwand vergrößert werden.

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Screenshot mit Paint.net bearbeiten. In diesem Fall muss erst einmal die Leinwand vergrößert werden.

Hinweis: Der Mauszeiger ist auf einem Screenshot, den Sie mit der Drucktaste erstellen, nicht enthalten.

Achtung:

Sie sollten den Screenshot sofort in eine Grafikanwendung einfügen. Denn falls Sie zwischendurch etwas anderes mit STRG+C kopieren, wird der Inhalt der Zwischenablage damit überschrieben. Und Ihr Screenshot ist verloren. Außer Sie

  • nutzen Tipp 2, siehe unten

  • oder konfigurieren ab Windows 10 Version 1809 die Zwischenablage so, dass Sie hintereinander bis zu 25 Einträge speichern kann. Das geht in Windows 10 über “Einstellungen, System, Zwischenablage, Zwischenablageverlauf, Ein”. Mit der Tastenkombination Windows + V zeigen Sie dann alle Inhalte der Zwischenablage an und mit der Maus wählen Sie dann den gewünschten Eintrag aus.

Tipp 1 – nur aktuelles Fenster erfassen:

Die Kombination aus den Tasten ALT + Druck erfasst im Unterschied zu der reinen Drucktaste nur das aktuelle/markierte Fenster. Auch dieser Screenshot landet in der Zwischenablage.

Tipp 2 – Screenshot automatisch speichern:

Die Kombination aus Windows-Taste + Druck speichert bei Windows 8.1 und Windows 10/11 wiederum eine Aufnahme des gesamten Desktops automatisch unter C:users<Nutzername>picturesscreenshots. Im Explorer finden Sie dieses PNG-Bild (das Bildformat PNG ist voreingestellt) unter “Bilder, Bildschirmfotos”. In diesem Fall geht der Screenshot also nicht verloren, wenn Sie mit STRG+C danach etwas anderes in die Zwischenablage kopieren. Mit ALT + Druck geht das übrigens nicht.

Die mit WIN+Druck erstellten Screenshots landen im Ordner "Bilder, Bildschirmfotos".

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Die mit WIN+Druck erstellten Screenshots landen im Ordner “Bilder, Bildschirmfotos”.

Die Methode mit der Drucktaste auf der Computer-Tastatur erfasst keine Teilabschnitte des Bildschirms, sondern immer den gesamten Bildschirm. Das ist nicht unbedingt ein Nachteil, wenn Sie den Screenshot nachher sowieso noch bearbeiten wollen. Doch wenn Sie sofort und ohne Nachbearbeitung einen exakt definierten Bildschirmausschnitt erfassen wollen, dann sollten Sie das in Windows 7, 8.1 und Windows 10 integrierte Snipping-Tool verwenden. Mit dem Snipping-Tool von Windows können Sie aber nicht nur Teile des Bildschirms oder auch den kompletten Bildschirm aufnehmen, sondern auch gleich Notizen hinzufügen.

Snipping Tool: Auswahlmenü

So starten Sie das Snipping Tool

Geben Sie im Suchfeld von Windows 10 auf der Taskleiste Snipping Tool ein und wählen Sie dann Snipping Tool aus. Windows 10 zeigt Ihnen nun einen Hinweis an, dass das Snipping Tool verschoben wird und Sie stattdessen das Tool “Ausschneiden und skizzieren” benutzen sollen. Doch das Snipping Tool funktioniert nach wie vor und erlebte in Windows 11 sogar ein Comeback – siehe unten Punkt 3.

Snipping Tool

In Windows 8.1/Windows RT 8.1 geben Sie „Snipping Tool“ in das Suchfeld von Windows ein. In Windows 7 klicken Sie auf „Start“ und geben dann „Snipping Tool“ ein und klicken Sie anschließend in der Ergebnisliste auf Snipping Tool.

Snipping Tool: Freies ausschneiden für den aufzunehmenden Bereich.

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Snipping Tool: Freies ausschneiden für den aufzunehmenden Bereich.

Einen Screenshot aufnehmen

Es öffnet sich ein kleines Menüfeld. Ganz links steht “Neu”: Damit erstellen Sie einen Screenshot. Unter dem rechts davon stehenden Menü-Punkt „Modus“ legen Sie im Snipping Tool die Form des Screenshots fest:

Freies Ausschneiden:

Sie zeichnen mit dem Mauszeiger eine freie Form um ein Objekt herum. Das wird aber schnell eine zittrige Angelegenheit.

Rechteckiges Ausschneiden:

Ziehen Sie den Cursor um ein Objekt, um ein Rechteck für die Aufnahme festzulegen.

Fenster ausschneiden:

Wählen Sie ein Fenster aus, das Sie aufnehmen wollen. Zum Beispiel das Browserfenster oder ein Dialogfeld.

Vollbild ausschneiden:

Nehmen Sie den gesamten Bildschirm auf. Das entspricht einem Screenshot mit der „Druck“-Taste.

Das Windows Snipping-Tool starten.

Sobald Sie eine dieser vier Optionen ausgewählt haben, nimmt das Tool den besagten Screenshot auf. In dem sich danach automatisch öffnenden Fenster haben Sie verschiedene Optionen. Sie können den Screenshot zum Beispiel speichern, mit Kommentaren versehen (dazu nutzen Sie das Stift-Menü), etwas ausradieren, den Screenshot per Mail versenden oder ausdrucken.

Snipping Tool: Einfügen von Text

Falls Sie ein Programm-Menü aufnehmen wollen, so starten Sie zunächst das Snipping Tool, öffnen dann das gewünschte Menü (drücken Sie unter Windows 7 vor dem Öffnen des Menüs die ESC-Taste) und drücken dann STRG+Druck. Damit verhindern Sie, dass sich das Menü wieder schließt, sobald Sie im Snipping Tool unter „Neu“ den gewünschten Aufnahmebereich auswählen. Legen Sie danach den Aufnahmebereich, also zum Beispiel „Rechteckiges Ausschneiden“ fest. Und schon ist das Menü aufgenommen.

Mit dem Snipping-Tool das Start-Menü von Windows aufnehmen. Hier auf einem Windows-7-Rechner.

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Mit dem Snipping-Tool das Start-Menü von Windows aufnehmen. Hier auf einem Windows-7-Rechner.

Alle Aufnahmen können Sie auch mit zeitlicher Verzögerung von bis zu fünf Sekunden aufnehmen.

Weitere Windows-10-Bordmittel:

Weitere Möglichkeiten zum Erstellen von Screenshots ohne Extratools sind das seit Version 1809 ebenfalls in Windows 10 integrierte Tool “Ausschneiden und skizzieren” (auf Englisch:

Windows 10 Snip & Sketch
), das Sie genauso wie das Snipping Tool am einfachsten starten, indem Sie den Namen in das Windowseingabefeld links unten auf dem Bildschirm eingeben. “Ausschneiden und skizzieren” wurde in Windows 11 mit dem Snipping Tool zusammengelegt.

Außerdem stellt Windows 10 noch die Tastenkombination Windows+Shift+S zur Verfügung, um einen Screenshot zu erstellen.

Für Windows 11

überarbeitete und erweiterte Microsoft das Snipping Tool
und legte es mit dem bisher separaten Tool “Ausschneiden und skizzieren” zusammen. Die Oberfläche orientiert sich stark am bekannten Snipping Tool von Windows 10, es bietet aber die Funktionen von “Ausschneiden und Skizzieren”. Mit WIN+Shift+S starten Sie das Tool. Der Bildschirm wird abgedunkelt und es erscheint eine kleine Funktionsleiste für “Rechteckiger Modus”, “Fenstermodus”, “Vollbildmodus” und “Freiformmodus”. Man kann dann zum Beispiel nur einen Bereich des angezeigten Fensters oder das ganze Programmfenster oder den kompletten Bildschirm ausschneiden; standardmäßig ist der rechtmäßige Modus vorausgewählt. Diesen Screenshot, der automatisch in der Zwischenablage landet, können Sie mit Markierungen und Text versehen. Wenn Sie aber längere Texte einfügen wollen, sollten Sie den Screenshot in einer Bildbearbeitung wie zum Beispiel

paint.net
oder

Gimp
bearbeiten.

4. Freeware, Shareware, Kauf-Software

Die Möglichkeiten des Windows-eigenen Snipping Tools reichen Ihnen nicht aus? Dann können Sie diverse Freeware und Shareware nutzen. Beispielsweise das kostenlose

Screenshot Captor:
Die Freeware Screenshot Captor listet alle Screenshots mit beliebigem Zoomfaktor auf. Die Aufnahmen können direkt ausgedruckt werden und werden auf Wunsch per Drag und Drop in andere Anwendungen übernommen.

Alternativen dazu sind das für Privatanwender kostenlose

PicPick
oder

Greenshot
. Das Open-Source-Tool erfasst genau den von Ihnen gewünschten Bildschirmausschnitt. Sie starten es nach der Installation über das Greenshot-Symbol in der Windows-Taskleiste. Mit den beiden Kreuzen, die dann erscheinen, markieren Sie den zu kopierenden Bereich auf dem Bildschirm.

Weitere Screenshot-Tools sind

SnagIt
(15-Tage-Testversion) und das

USB-Tool WinSnap Portable.
Mit dem kostenlosen

Hardcopy
erstellen Sie Screenshots und fügen in diese auch gleich Rahmen und Pfeile ein. Mit Snagit können Sie auch kurze Videoclips vom Bildschirm erstellen.

Für Privatanwender gratis ist außerdem

Screenpresso.
Von Google wiederum stammt das ebenfalls kostenlose Screenshot-Tool

ShareX.

Falls Sie speziell von Spielen Screenshots oder Videomitschnitte erstellen wollen,

dann ist Nvidia Ansel das richtige Werkzeug.

Download-Galerie

:

Die besten Screenshot-Tools

5. Handyfoto bei Bluescreen und BIOS-Einstellungen

Kein Witz: In bestimmten Situationen bleiben Ihnen nur das Smartphone oder eine Digitalkamera, um ein Foto des Bildschirms zu machen. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn der Windows-Rechner abstürzt und Sie den

Bluescreen
– beziehungsweise

Greenscreen
  – fotografieren müssen, um die Fehlermeldung in Hilfeforen einstellen zu können. Ebenso können Sie mit einer externen Kamera die BIOS-Einstellungen aufnehmen, um Ihre BIOS-Konfiguration zur Diskussion in den entsprechenden Foren einzustellen.

6. Screenshots erstellen ohne Windows

Soweit zu Screenshots mit Windows auf Desktop-Rechnern und Notebooks. Doch auch auf Linux-Rechnern, Macs und Smartphones sowie Tablets sind Screenshots schnell erstellt.

Linux: Noch komfortabler als unter Windows

Genauso wie unter Windows erstellen Sie auch auf Linux-Systemen einen Screenshot mit der Druck-Taste. In Ubuntu Linux beispielsweise öffnet sich nach einem Druck auf die Druck-Taste automatisch die Anwendung „Bildschirmfoto speichern“. Geben Sie dem Bild noch einen Namen und legen Sie den Speicherort fest. Und schon liegt der Screenshot auf Ihrem Rechner. Dort können Sie ihn zum Beispiel mit der kostenlosen Bildbearbeitung

Gimp
weiterbearbeiten. Sie können ihn aber auch in die Zwischenablage legen und dann zum Beispiel in eine Textverarbeitung oder in eine Präsentationsfolie einfügen.

Unter Ubuntu Linux sind Screenshot besonders schnell erstellt.

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Unter Ubuntu Linux sind Screenshot besonders schnell erstellt.

Noch bequemer geht es ab

Ubuntu Linux 17.10 mit der neuen Gnome-Oberfläche.
Hier landen Screenshots, die mit der Drucktaste erstellt werden, automatisch im Ordner “Bilder” auf der Festplatte.

Screenshots auf Mac-Rechnern und Macbooks

Windows- und Linux-Nutzer haben es besser. Nämlich besser als macOS-Nutzer. Denn Letzteren steht keine „Druck“-Taste auf der Tastatur zur Verfügung, mit der sie mal schnell einen Screenshot erstellen können. Stattdessen müssen macOS-Nutzer unterschiedliche Tasten gleichzeitig drücken, um einen Screenshot zu erstellen. Mit der Tastenkombination cmd+Shift+3 erstellen Sie zum Beispiel einen Screenshot des vollständigen Bildschirms und legen diesen auf dem Desktop ab.

Alle Tastenkombinationen für Screenshots am Mac stellen wir hier vor.

7. Browser: Screenshots von Webseiten erstellen

Sie können Screenshots auch direkt im Browser erstellen. Firefox bietet dafür ein eigenes Werkzeug an. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle der Webseite und wählen Sie im Auswahlmenü “Bildschirmfoto aufnehmen”.

Jetzt haben Sie mehrere Möglichkeiten. Sie können mit der Maus einen Bereich auf dem Bildschirm markieren, von dem ein Screenshot abgespeichert oder direkt heruntergeladen werden soll. Sie können aber auch die gesamte Webseite abspeichern – das ist richtig praktisch bei langen Webseiten, die nicht auf eine Bildschirmseite passen. Hierzu benutzen Sie das Menü „Gesamte Seite speichern“, das Firefox rechts oben einblendet. Daneben gibt es auch noch die Option nur den sichtbaren Bereich zu speichern.

Bei Google Chrome können Sie für das Erstellen von

Screenshots von Webseiten
ein Plugin aus dem

Chrome Webstore
installieren. 

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