Tech

Windows 11: Upgrade oder besser eine Neu-Installation?







Erfüllt Ihr Computer die Voraussetzungen für Windows 11, haben Sie zwei Möglichkeiten: Upgrade oder Neuinstallation. Die zweite Option ist mit mehr Aufwand verbunden. Dafür starten Sie mit einem frischen Windows-System ohne Altlasten.

Das Upgrade auf Windows 11 ist mehr oder weniger ein Selbstläufer. Ist Ihr PC gemäß den Microsoft-Richtlinien für Windows 11 geeignet, bekommen Sie einen entsprechenden Upgrade-Hinweis. Öffnen Sie die „Einstellungen“-App und gehen Sie zu „Update und Sicherheit“. Klicken Sie auf die Schaltfläche „nach Updates suchen“. Ist das Upgrade auf Windows 11 für Sie bereits verfügbar, können Sie das Setup mit einem Klick auf „Herunterladen und installieren“ starten.


Windows 11 gratis: Win10 Pro für nur 49,99 Euro kaufen und kostenlos auf Windows 11 upgraden

Folgen Sie den Anweisungen und nehmen Sie sich ausreichend Zeit. Im ersten Schritt wird die Installationsbereitschaft geprüft. Dabei sucht das Setup auch nach inkompatiblen Treibern und Programmen. In unserem Fall ging es erst weiter, nachdem Virtualbox 6.1.26 deinstalliert wurde. Im weiteren Verlauf bestätigen Sie die Option „Persönliche Dateien und Apps“ behalten und starten das Upgrade auf Windows 11 mit einem Klick auf „Installieren“.

Im Regelfall läuft das Setup durch und Sie müssen lediglich einige Abfragen bestätigen und Neustarts abwarten. Rund 30 bis 60 Minuten später bootet Ihr Rechner in den neuen Windows-11-Desktop. Sie können gleich loslegen und mit Ihren Apps und Programmen loslegen.

Alles parat: Microsoft unterstützt Sie beim Setup von Windows 11 mit den Installationsassistenten, dem Tool zur Medienerstellung und einem ISO-Download. So erstellen Sie das für Sie geeignete Setup-Medium.

Vergrößern

Alles parat: Microsoft unterstützt Sie beim Setup von Windows 11 mit den Installationsassistenten, dem Tool zur Medienerstellung und einem ISO-Download. So erstellen Sie das für Sie geeignete Setup-Medium.

Setup-Medien für Windows 11 bei Microsoft kostenlos besorgen

Sollte Ihnen das Upgrade (noch) nicht angezeigt werden, können Sie die Aktualisierung auf Windows 11 auch von Hand abstoßen. Für dieses In-Place-Upgrade benötigen Sie entweder die Setup-DVD von Windows 11 oder einen bootfähigen USB-Stick. Beides bekommen Sie von Microsoft auf der Webseite

https://www.microsoft.com/de-de/software-download/windows11
. Microsoft macht es Ihnen bei Windows 11 besonders einfach und gibt drei Möglichkeiten vor, wie Sie innerhalb weniger Minuten zu einem Setup-Medium gelangen:

Installationsassistent:

Nach dem Download der rund vier MByte großen Datei „Windows11InstallationAssistant.exe“ starten Sie das Tool per Doppelklick im Explorer. Beachten Sie, dass Sie entweder als Administrator angemeldet sein müssen oder Ihr Konto Administratorrechte besitzt. Sobald der Installationsassistent die Kompatibilität der PC-Hardware bestätigt hat, erscheinen die Lizenzbedingungen. Mit Klicks auf „Annehmen und installieren“ geht es weiter. Nun beginnen die Vorbereitungen und die Setup-Dateien werden aus dem Internet geladen. Klicken Sie, sobald das Tool bereit ist, auf die Schaltfläche „Jetzt neu starten“, um mit der eigentlichen Installation auf dem Windows-10-PC zu beginnen. Die Installation von Windows 11 kann je nach PC-Leistung einige Zeit in Anspruch nehmen und der PC wird mehrmals neu gestartet. Schalten Sie Ihren Rechner nicht aus und haben Sie Geduld.

Tool zur Medienerstellung:

Laden Sie das Media Creation Tool auf Ihren Windows-10-PC herunter. Doppelklicken Sie anschließend die Datei „MediaCreationToolW11.exe“ im Explorer. Bestätigen Sie zuerst die Lizenzbedingungen mit einem Klick auf „Akzeptieren“. Im nächsten Schritt „Sprache und Edition auswählen“ sind „Deutsch“ und „Windows 11“ voreingestellt. Wünschen Sie eine andere Sprache, entfernen Sie das Häkchen vor „Empfohlene Optionen für diesen PC verwenden“ und klicken in das Aufklappfeld hinter „Sprache“, um Ihre Auswahl zu treffen. Nach einem Klick auf „Weiter“ steht die Auswahl des gewünschten Installationsmediums an: USB-Speicherstick oder ISO-Datei. Bei der ersten Option benötigen Sie einen USB-Stick mit mindestens acht GB freien Speicher. Stecken Sie den Stick an den PC an und klicken Sie auf „Weiter“. Der Stick sollte nun angezeigt werden, andernfalls klicken Sie auf „Laufwerkliste“ aktualisieren. Probieren Sie einen anderen USB-Port aus, falls der Stick nicht erkannt wird. Nach der Auswahl des Wechseldatenträgers im Tool klicken Sie auf „Weiter“. Nun werden alle notwendigen Dateien geladen und geprüft.  Das dauert einige Zeit. Ist der Vorgang abgeschlossen, kommt die Meldung „Der USB-Speicherstick ist bereit“. Beenden Sie das Tool mit einem Klick auf „Fertig stellen“.

ISO-Download:

Microsoft stellt von Setup-Medium für Windows 11 auch das ISO-Image zum Download bereit. Wählen Sie auf der Webseite „Windows 11“ und klicken Sie auf „Herunterladen“. Wählen Sie dann noch „Deutsch“ als Sprache, drücken Sie den Button „Bestätigen“ und anschließend „64-bit-Download“. Starten Sie das Herunterladen der gut fünf GByte großen Datei „Win11_German_x64.iso“. Der Link ist 24 Stunden gültig. Die ISO-Datei können Sie direkt unter Windows 10 mounten, also als Laufwerk bereitstellen. Dazu reicht in der Regel ein Doppelklick im Explorer auf die Datei aus. Falls nicht, nehmen Sie den Umweg über das Kontextmenü und den Eintrag „Bereitstellen“. Wie Sie das ISO-Image auf einen USB-Stick übertragen, lesen Sie im Kasten „USB-Setup-Stick für Windows 11 mit Rufus erstellen“.

In-Place-Setup ausführen

Das In-Place-Upgrade von Windows 10 auf Windows 11 ist erst ab dem 10er-Build 2004 (20H1) oder höher möglich. Bringen Sie daher Windows 10 via Update-Funktion zunächst auf den neuesten Stand. Nun mounten Sie die ISO-Datei, stecken Sie den USB-Stick an oder legen Sie die Setup-DVD ins Laufwerk ein. Falls nicht direkt die Ausführoption für die Datei „setup.exe“ erscheint, wechseln Sie zum betreffenden Laufwerk und starten die Installation per Doppelklick auf die Setup-Datei. 

Falls das Upgrade von Windows 10 auf 11 nicht via „Einstellungen“-App angeboten wird, können Sie es per In-Place-Upgrade selbst starten. Der Ablauf ist gleich. Daten, Einstellungen und Apps lassen sich übernehmen.

Vergrößern

Falls das Upgrade von Windows 10 auf 11 nicht via „Einstellungen“-App angeboten wird, können Sie es per In-Place-Upgrade selbst starten. Der Ablauf ist gleich. Daten, Einstellungen und Apps lassen sich übernehmen.

Mit einer schnellen Internetverbindung können Sie die Option „Ändern, wie Updates von Setup heruntergeladen werden“ klicken und „Nicht jetzt“ auswählen“. Das beschleunigt das In-Place-Upgrade. Sollten Treiber oder Updates zur Verfügung stehen, lassen sich diese auch später über das Windows-Update herunterladen. Wenn doch noch vorhanden können danach heruntergeladen werden. Nach einer weiteren Prüfung akzeptieren Sie die Lizenzbestimmungen und setzen die Installation fort. Möchten Sie Ihre Dateien, Einstellungen und auch die installierten Programme und Apps behalten, belassen Sie die Häkchen vor „Persönliche Dateien und Apps behalten“. Alternativ klicken Sie auf „Ändern der zu behaltenden Elemente“. Aktivieren Sie „Persönliche Dateien und Apps behalten“, dann bleibt alles so wie vor dem In-Place-Upgrade. Bei der Option „Nur persönliche Dateien behalten“ werden alle Programme und Einstellungen gelöscht. Wollen Sie stattdessen eine komplette Neuinstallation durchführen, ist die Option „Nichts“ die passende Wahl. In unserem Beispiel nehmen wir die erste Option. Der PC wird erneut überprüft. An dieser Stelle haben Sie letztmalig Gelegenheit, das In-Place-Upgrade abzubrechen. Falls Sie das nicht wollen, klicken Sie auf „Installieren“ und folgen Sie den Bildschirmanweisungen. Schließen Sie das Upgrade ab und booten Sie Windows 11.

Hinweis:

Nach dem Upgrade von Windows 10 auf 11 haben Sie zehn Tage Zeit, um wieder zum Ausgangssystem zurückzukehren. Dazu legt Windows das Verzeichnis „c:windows.old“ an. In der „Einstellungen“-App von Windows 11 gehen Sie zu „System -> Wiederherstellung“ und klicken dort hinter „Vorherige Windows-Version“ auf „Zurück“. Das klappt innerhalb der Frist nur, sofern Sie das den Ordner „windows.old“ nicht via Datenträgerbereinigung oder von Hand gelöscht haben.

Neuinstallation für ein schnelles und sauberes 11er-System

Booten Sie Ihren (neuen) PC mit dem USB-Stick oder der Setup-DVD von Windows 11 und drücken Sie eine beliebige Taste. Nun startet das Setup von Windows 11 – es unterscheidet sich erst in den letzten Schritten vom bekannten 10er-Setup. Beginnen Sie mit einem Klick auf „Jetzt installieren“. Im nächsten Schritt tippen Sie einen gültigen Product-Key ein. Das kann ein gerade erst gekaufter oder ein älterer einer vorherigen Windows-Version sein. Ist ein Key im Bios hinterlegt, wird dieses Fenster übersprungen. Als Installationsart ist „Benutzerdefiniert: nur Windows installieren (für fortgeschrittene Benutzer)“ korrekt. Übernehmen Sie den vorgeschlagenen Datenträger als Installationsziel. Beachten Sie: Alle darauf befindlichen Daten werden gelöscht. Führen Sie mit einem Tool wie

Aomei Backupper
eine Datensicherung vor, falls Sie Daten übernehmen wollen.  

Während der Neuinstallation müssen Sie zahlreiche Entscheidungen treffen. Die meisten Einstellungen lassen sich aber auch später noch ändern und anpassen.

Vergrößern

Während der Neuinstallation müssen Sie zahlreiche Entscheidungen treffen. Die meisten Einstellungen lassen sich aber auch später noch ändern und anpassen.

Folgen Sie den Bildschirmanweisungen. Der PC wird einige Male neu gestartet. Im weiteren Verlauf wählen Sie unter anderem das Tastaturlayout. Es folgen dann verschiedene Abfragen wie gewünschter Namen des PCs, Microsoft-Konto, PIN, Profile und OneDrive. Die meisten Einstellungen lassen sich auch später im laufenden System noch anpassen. In der OneDrive-Cloud gesicherte Einstellungen können Sie wiederherstellen oder den PC als neues Gerät einrichten. Zum Abschluss der Installation startet Windows 11 noch einmal neu gestartet. Danach bootet das System mit Ihren Einstellungen und Sie können durchstarten.

Nach der Installation melden Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und der zuvor vergebenen PIN erstmalig an Windows 11.

Vergrößern

Nach der Installation melden Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und der zuvor vergebenen PIN erstmalig an Windows 11.

Daten und Programme umziehen

Die Installation von Windows 11 ist ja nur der erste Teil beim Aufsetzen eines neuen PCs. Weit mehr Zeit nimmt die Installation und Einrichtung der benötigten Programme in Anspruch. Damit Sie nicht völlig bei null anfangen müssen, ist eine gute Vorbereitung Gold wert. Das fängt damit an, dass Sie alle Seriennummern zu Hand haben. Bestenfalls haben Sie die in einer Textdatei notiert und können die Angaben schnell herauskopieren. Die Daten vom alten System haben Sie entweder mit einem Backup-Tool gesichert oder auf einen externen Datenträger, eine Netzwerkfreigabe oder einen Cloud-Speicher kopiert.

Viele Programme wie Edge und Chrome synchronisieren sich über das Online-Konto, sodass Sie nach der Anmeldung eine 1:1-Kopie von der alten 10er-Installation haben. Achten Sie auf Exportfunktionen, wie Sie beispielsweise das Mail-Programm eM Client oder die Banking-Software Starmoney besitzen. Sie können dann via Import die bisherigen Einstellungen und Daten übernehmen und sparen sich die mühevolle Neueinrichtung. Für Microsoft Office samt Outlook gibt es Tools wie

MoBackup
(ab 17 Euro) zur schnellen Datenübernahme.

Related Articles

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Back to top button